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Arbeitsgruppe Methoden

1. Springschool (14.-16.05.2009)

"Rehabilitationswissenschaftliche Texte lesen und nutzen"

Die AG Methoden der DGRW bietet seit 2007 mit der Summer School eine Fortbildungsveranstaltung für Nachwuchswissenschaftler an, die im Bereich der Rehabilitation forschen. Die Spring School richtet sich dagegen an die Nutzer von rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Sie soll Kliniker und Therapeuten in Rehabilitationskliniken sowie Verantwortliche auf Seiten der Leistungsträger dabei unterstützen, die kritische Würdigung rehabilitationswissenschaftlicher Literatur zu erlernen und zu üben. Sie greift dazu auf das Konzept der Evidenz-basierten Medizin zurück und überträgt diesen Ansatz in den Bereich der Rehabilitation.

Planung und Durchführung:

In Absprache mit der AG Methoden der DGRW wurde von Dr. Thorsten Meyer vom Institut für Sozialmedizin der Universität zu Lübeck ein Konzept für die Spring School entwickelt, das auf den Erfahrungen der Fortbildungen zur Evidenz-basierten Medizin und dem Evidence-based Nursing an der Universität Lübeck basiert. Die Tutoren der Veranstaltung stammen daher aus diesem Umfeld. Die Veranstaltung wurde finanziell sowohl von der DGRW als auch vom NVRF e.V. unterstützt.

Nach einer Einführung in die Grundideen der Evidenz-basierten Rehabilitation durch Prof. Heiner Raspe wies Frau Dr. Dagmar Lühmann die Teilnehmer in die Grundlagen der systematischen Literaturrecherche ein. Kernstück der Spring School waren die drei Einheiten zu den Themen Diagnostik (Dr. Annika Waldmann), Therapie (Dr. Angelika Hüppe) und Prognostik (Dr. Thorsten Meyer). Zusätzlich erfolgte eine kurze Einführung in das Thema Leitlinien und Systematische Übersichtsarbeiten (Dr. Thorsten Meyer).

Den Teilnehmern wurde im Vorfeld ein Reader zugeschickt, der neben organisatorischen Hinweisen Arbeitsblätter, Studien und Hintergrundsmaterial zu den drei Kerneinheiten sowie ein Glossar wichtiger Begriffe enthielt. Die Veranstaltung wurde u.a. über Verteiler der DGRW, des NVRF e.V. sowie des vffr e.V. beworben. Es wurden Flyer erstellt und u.a. auf dem Rehabilitationswissenschaftlichen Kongress in Münster ausgelegt.

Insgesamt hatten sich neun Teilnehmer angemeldet, wobei zwei aus persönlichen Gründen im Vorfeld abgesagt hatten. Die Teilnehmer kamen aus dem Bereich Klinik, Klinik & Forschung, Forschung sowie Forschungsförderung. Die Springschool wurde trotz der reduzierten Teilnehmerzahl durchgeführt, da die Testung dieses Fortbildungsmodells im Vordergrund stand. Es hat sich als notwendig erwiesen, Information zur Veranstaltung deutlich breiter und früher zu streuen, um alle potenziellen Interessenten erreichen zu können (s.u., Schlussfolgerungen und weitere Planungen).

Mit dem Bildungszentrum Reinfeld wurde ein für die Durchführung einer Fortbildung optimales Umfeld ausgewählt. Der organisatorische Aufwand ließ sich dadurch für uns vor Ort auf ein Minimum beschränken und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, in angemessenen Räumlichkeiten zu übernachten.

Rückmeldung und weitere Planungen:

Aus Sicht der Teilnehmer und Tutoren war das Modell der Veranstaltung sehr erfolgreich. Daher soll im nächsten Frühjahr eine vergleichbare Veranstaltung angeboten werden. Folgende Modifikationen werden dazu vorgeschlagen:

  • Die Ankündigung der Veranstaltung soll deutlich früher, am besten ab August/September 2009 erfolgen. Das ermöglicht den Klinikern, die Veranstaltung besser in ihre Arbeits- und Urlaubsplanung einzubeziehen.
  • Für die Ärzte sollen Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein beantragt werden, was einen wichtigen Anreiz für die Teilnahme an einer mehrtägigen Veranstaltung darstellt.
  • Die Veranstaltung muss sich finanziell selbst tragen können. Dazu wird vorgeschlagen, die Höhe Teilnahmegebühr an die Summer School anzupassen (220 € bzw. 180 € für Mitglieder der DGRW, und nach Absprache ggf. für Mitglieder des NVRF). Dafür müssen die Übernachtungskosten von den Teilnehmern separat beglichen werden.
  • Die Veranstaltung muss storniert werden, wenn sich abzeichnet, dass die Teilnehmerzahl zur Deckung der Kosten nicht ausreicht. Am Bildungszentrum Reinfeld ist dies z.Zt. bis zu vier Wochen vor der Veranstaltung möglich.
  • Prinzipiell besteht die Möglichkeit, zwei Gruppen parallel zu unterrichten, falls genügend Anmeldungen vorliegen.
  • Die Leistungsträger sollen gezielt über die Veranstaltung informiert werden, um aus diesem Kreis weitere Teilnehmer zu gewinnen.
  • Der Tutorenkreis soll sich um weitere Mitglieder der AG Methoden der DGRW erweitern können.

Dr. T. Meyer


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