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Arbeitsgruppe Methoden

2. Springschool (22.-24.04.2010)

"Rehabilitationswissenschaftliche Texte lesen und nutzen"

Die Spring School richtet sich an die Nutzer von rehabilitationswissenschaftlichen Forschungsergebnissen. Sie soll Kliniker und Therapeuten in Rehabilitations-kliniken sowie Verantwortliche auf Seiten der Leistungsträger dabei unterstützen, die kritische Würdigung rehabilitationswissenschaftlicher Literatur zu erlernen und zu üben. Sie greift dazu auf das Konzept der Evidenz-basierten Medizin zurück und überträgt diesen Ansatz in den Bereich der Rehabilitation.

Planung und Durchführung:

Das Konzept der 1. Spring School wurde übernommen. Die drei zentralen Einheiten der Spring School wurden wie im vergangen Jahr von Frau Dr. Annika Waldmann (Diagnostik), Frau Dr. Angelika Hüppe (Therapie) und Herrn Dr. Thorsten Meyer (Prognostik) geleitet. Einzige Änderung zum Vorjahr war, dass Frau Dipl.-Psych. Nadine Pohontsch die Einheit zu Meta-Analysen und Leitlinien übernommen hat. Den Teilnehmern wurde im Vorfeld ein Reader zugeschickt, der neben organisatorischen Hinweisen Arbeitsblätter, Studien und Hintergrund-material zu den drei Kerneinheiten sowie ein Glossar wichtiger Begriffe enthielt. Die Veranstaltung wurde u.a. über Verteiler der DGRW, des NVRF e.V. sowie des vffr e.V. beworben. Es erfolgte eine Ankündigung im Veranstaltungskalender der Zeitschrift „Die Rehabilitation“. Es wurden Flyer erstellt und u.a. auf dem Rehabilitationswissenschaftlichen Kongress in Leipzig ausgelegt.

Insgesamt nahmen acht Personen an der Spring School teil. Sie kamen aus den Bereichen Klinik (5 Personen), darunter 3 leitende Ärzte, 1 Assistenzarzt und 1 Sporttherapeut, Forschung (2 Personen) sowie Gesundheitsverwaltung (MDK, 1 Person). Das Einzugsgebiet der Teilnehmer reichte von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen bis Nordbayern. Die regionalen Rentenversicherungsträger waren nicht vertreten. Die Deutsche Rentenversicherung Bund hat großes Interesse an der Fortbildung gezeigt. Hier wird im Herbst eine eintätige, auf dem Konzept der Spring School aufbauende eigenständige Fortbildungsveranstaltung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund in Berlin stattfinden. Erstmalig wurden für die Veranstaltung Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Schleswig-Holstein beantragt und vergeben.  

Bewertung:

Die Bewertung der Teilnehmer von Einblick und Relevanz ist für alle Bereiche zwischen hoch und sehr hoch. Damit übertrifft das Ergebnis noch die schon positive Bewertung der 1. Spring School. Die angesprochenen Themen wurden durchweg als zumindest hoch relevant eingestuft. Die Einheit zur Einführung in die systematischen Übersichtsarbeiten und Leitlinien kann bezüglich des Einblicks in die Thematik noch weiter optimiert werden. Die Erwartungen an die Veranstaltungen wurden weitestgehend erfüllt, der Bezug zur Rehabilitation wurde als ausgeprägt wahrgenommen. Wie im vergangenen Jahr erhielten das Engagement der Dozenten und die Nachvollziehbarkeit des thematischen Aufbaus der Veranstaltung die positivsten Bewertungen. Die Organisation an den Veranstaltungstagen wurde wieder als sehr gut bewertet. Der zukünftige Nutzen des Gelernten für die eigene Arbeit wurde hoch bewertet. Offensichtlich hat die Veranstaltung allen Teilnehmern Spaß gemacht!

Weitere Planungen:

Wie oben aufgeführt wird es im Herbst eine eintägige Fortbildung bei der Deutschen Rentenversicherung Bund geben, die auf dem Konzept der Spring School basiert. Das Interesse an dem Konzept und seiner Ausführung ist auf der einen Seite erfreulich. Gleichzeitig reduziert es den prinzipiell potenziellen Teilnehmerstamm der regulären Form der Spring School, zudem kann innerhalb von einem Tag nur ein kleinerer Teil der Informationen vermittelt werden, Zeit für Diskussionen und Übungen ist dabei eher begrenzt. Es wird aufmerksam zu verfolgen sein, wie dieses Modell bei den Beteiligten angenommen und bewertet wird, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen sehr positiven Bewertungen.

Für die weitere Planung der Spring School wird der Versuch unternommen, die Fortbildung zu regionalisieren, um die Schwelle zur Teilnahme zu senken und auf vorhandene Netzwerke zurückzugreifen. Darüber sollen sowohl Kliniker als auch Mitarbeiter der regionalen Versicherungsträger besser angesprochen werden. Die 3. Spring School wird in Zusammenarbeit mit der refonet (Rehabilitations-Forschungsnetzwerk der Deutschen Rentenversicherung Rheinland) geplant und durchgeführt. Kooperationspartner vom refonet ist Burkhard Wild.

Dr. T. Meyer


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