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Arbeitsgruppe Methoden

3. Springschool (12.-14.05.2011)

"Evidenzbasierte Rehabilitation - Rehabilitationswissenschaftliche Texte lesen und nutzen"

Planung und Durchführung:

Die 3. Springschool fand in Kooperation mit dem Rehabilitations-Forschungsnetzwerk refonet in Bad Neuenahr-Ahrweiler statt. Für die Durchführung der Springschool musste eine neue Organisationsform gefunden werden, da die bisher durchführenden Tutoren ausnahmslos aus dem Umfeld der Universität zu Lübeck stammten. Ein Kernteam um Dr. Annika Waldmann und Prof. Dr. Thorsten Meyer deckte die Einführung in die Grundideen der Evidenz-basierten Medizin sowie alle drei Kerneinheiten zur kritischen Würdigung rehabilitationswissenschaftlicher Literatur (zu Fragestellung von Diagnostik, Therapie & Prognose) ab. Ergänzt wurden sie von Burkhard Wilm von refonet, der die Einheit zur Systematischen Literaturrecherche übernommen hat, sowie von PD Dr. Annegret Herrmann-Frank aus dem Ressort Nichtmedikamentöse Verfahren des IQWIG (Köln) für die Einheit Systematische Übersichtsarbeiten und Leitlinien.

Den Teilnehmern wurde im Vorfeld ein Reader zugeschickt, der neben organisatorischen Hinweisen Arbeitsblätter, Studien und Hintergrundmaterial zu den drei Kerneinheiten sowie ein Glossar wichtiger Begriffe enthielt. Die Veranstaltung wurde u.a. über Verteiler der DGRW, des refonet,  sowie des vffr e.V. beworben. Es erfolgte eine Ankündigung im Veranstaltungskalender der Zeitschrift „Die Rehabilitation“. Es wurden Flyer erstellt und u.a. auf dem Rehabilitationswissenschaftlichen Kongress in Leipzig ausgelegt. Insgesamt nahmen zehn Personen an der Spring School teil. Sie kamen vornehmlich aus dem klinischen Bereich. Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Rheinland wurden beantragt und vergeben.

Bewertung:

Die Bewertung von Einblick und Relevanz ist mit einer Ausnahme für alle inhaltlichen Bereiche zwischen hoch und sehr hoch bewertet worden. Die generelle Bewertung der Fortbildungen ergab im Mittel hohe Werte. Die Erwartungen an die Veranstaltungen wurden weitestgehend erfüllt, der Bezug zur Rehabilitation wurde als ausgeprägt wahrgenommen. Erfreulich ist die positive Bewertung der Möglichkeiten, im Rahmen der Fortbildung sich in die Diskussion einbringen zu können. Gleichzeitig bedarf der Bereich mit der vergleichbar geringsten positiven Bewertung, die angemessene Berücksichtigung der Voraussetzungen der Teilnehmer, eine verstärkte Zuwendung, wobei sich hierbei die deutlich unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausdrücken. Das Engagement der Dozenten, die Nachvollziehbarkeit des thematischen Aufbaus der Veranstaltung, der Bezug zur Rehabilitation zeigen wiederum sehr positive Bewertungen.

Aus den Evaluationen spricht ein großes Lob für die Organisation der Veranstaltung, was auf die hervorragende Arbeit und Zusammenarbeit mit Burkhard Wild bzw. den Kolleginnen und Kollegen vom refonet bei der Organisation der Veranstaltung verweist. Ihnen ist an dieser Stelle im Besonderen zu danken. Eine auffällige Bewertung bezieht sich auf das Spektrum der behandelten Themen. Hier sollte noch einmal sorgfältig geprüft werden, ob der Bedarf an anderen bzw. weiteren Themen im Rahmen dieses Einführungskurses vorhanden ist, oder ob ggf. diese Bewertung Ausdruck davon ist, dass eine Breite an Themen behandelt wird, die im Rahmen der 2-tägigen Fortbildung nur bedingt überschaut werden können. Dass die Teilnahme an der Veranstaltung Spaß gemacht hat, ist nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die Dozenten eine motivierende Rückmeldung.

Weitere Planungen:

Bei dem Treffen der AG Methoden im März 2011 auf dem Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium in Bochum wurde beschlossen, Springschool und Summerschool in einem gemeinsamen Format zu integrieren und in einer wöchentlichen Fortbildung im Spätsommer als Summerschool mit unterschiedlichen Modulen anzubieten. Über diese Kombination ergibt sich auch die Möglichkeit für einzelne, eine Auffrischung in statistischen Methoden zu erhalten.

Es wurde vereinbart, die nächste Springschool / Summerschool in der Medizinischen Hochschule Hannover, Forschungsbereich Integrative Rehabilitationsforschung am Institut für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung durchzuführen (Ansprechpartner: Thorsten Meyer).

Prof. Dr. T. Meyer

 


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