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Arbeitsgruppe Methoden

3. Summerschool (17.-19.09.2009)

"Methodische Grundlagen der Rehabilitationsforschung"

Die Planung und Ausrichtung der diesjährigen Summerschool erfolgte in Absprache mit der AG Methoden durch den Arbeitsbereich Rehabilitationswissenschaften am Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie der Universität Würzburg (Koordination Dipl.-Psych. Michael Schuler). Die Veranstaltung wurde von der DGRW sowie vom Netzwerk Rehabilitationsforschung in Bayern e.V. (NRFB e.V.) finanziell unterstützt. Sie wurde u.a. über die E-Mail-Verteiler der DGRW und des NRFB e.V. sowie mittels Flyer und Poster auf dem Reha­bilitationswissenschaftlichen Kongress 2009 in Münster beworben.

Insgesamt hatten sich 14 Teilnehmer angemeldet, von denen zwei im Vorfeld aus persönlichen Gründen abgesagt hatten. Die Teilnehmer kamen aus der gesamten Bunderepublik und waren sowohl in der universitären Forschung als auch im klinischen Bereich tätig.

Es konnte zum großen Teil auf den gleichen Dozentenstamm der AG Methoden wie in den vergangenen Jahren zurückgegriffen werden: Dr. Leonhard (Universität Freiburg), Prof. Morfeld (Hochschule Magdeburg-Stendal), Prof. Muche (Universität Ulm), Dipl.-Psych. Schuler (Universität Würzburg). Der Dozentenstamm konnte in diesem Jahr zum durch Dr. Streibelt (DRV Bund) und Jun.-Prof. Berg-Beckhoff (Universität Bielefeld) ergänzt werden.

Die Summerschool wurde von Dr. Streibelt mit dem Thema „Entwickeln von For­schungsfragestellungen“ eröffnet. In den weiteren Vorträgen wurden v.a. diagnostische und versuchsplanerische Aspekte in den Vordergrund gestellt, indem auf die Auswahl von Assessmentverfahren (Prof. Morfeld), von Forschungsdesigns (Dr. Leonhard) und von Untersuchungsstichproben (Prof. Muche) eingegangen wurde. Statistische Aspekte standen bei der Darstellung der Berechnung notwendiger Stichprobenumfänge (Dr. Leonhard), bei der Auswahl statistischer Analyseverfahren und bei der Vorstellung von modernen Verfahren der multivariaten Datenanalyse (jeweils Dipl.-Psych. Schuler) im Vordergrund. Auf Wunsch der Teilnehmer wurde in einer zusätzlichen Einheit auf die Konstruktion und Evaluation von Fragebögen (Dipl.-Psych. Schuler) eingegangen. Zum Abschluss wurden Forschungs- und Publikationsstandards (Jun.-Prof. Berg-Beckhoff) vorgestellt.

Die Teilnehmer erhielten zu jedem Thema ein umfangreiches Handout und weitere Unterlagen in Papier- sowie in elektronischer Form.

Rückmeldungen und weitere Planung:

Aus Sicht der Teilnehmer und der Dozenten hat sich das Konzept der Summerschool weiterhin bewährt. Insbesondere die Gesamtkonzeption der Veranstaltung, bei der versucht wurde, einen Bogen von der Entwicklung einer Fragestellung und der Antragstellung über Planung, Durchführung, Auswertung und Publikation zu spannen, sowie die Qualität der Vorträge wurde besonders lobend hervorgehoben. Darüber hinaus äußerten sich einige Teilnehmer positiv über die Möglichkeit, außerhalb der Vortagszeiten (z.B. beim gemeinsamen Abendessen) spezielle Probleme oder Fragen in ihren eigenen Projekten mit den Dozenten bzw. mit anderen Teilnehmern besprechen zu können. Folgende Schlussfolgerungen wurden aus den Erfahrungen und den Rückmeldungen der Teilnehmer gezogen:

  • Das Konzept und Programm der Summerschool soll auch im nächsten Jahr beibehalten werden.
  • Die Reihenfolge der abgehandelten Themen soll eventuell im nächsten Jahr geändert werden. Die Teilnehmer bemängelten, dass nach der augenblicklichen Planung ein großer statistischer Block – der für einige Teilnehmer inhaltlich der schwer zugänglichste war – am Donnerstag Nachmittag direkt nach dem Mittagessen begonnen wurde.
  • Die Konzeption der Statistikeinheiten soll eventuell ein wenig angepasst werden (z.B. durch mehr interaktive Elemente), da sich in diesen Einheiten das unterschiedliche Ausgangs­niveau der Teilnehmer am deutlichsten wiederspiegelt.
  • Trotz der Beibehaltung der Programmbausteine sollte auch im nächsten Jahr die Möglichkeit bestehen, auf besonderen Wunsch der Teilnehmer flexibel 1-2 zusätzliche Einheiten in das Programm aufzunehmen.  

Dipl.-Psych. M. Schuler


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